Es ist inzwischen auch bei Politikern und Bürgern angekommen, dass unsere
Straßen zunehmend an Substanz verlieren. Da die Finanzmittel stark begrenzt sind, müssen intelligente Ansätze gefunden werden, bei denen eine optimierte Planung und Instandhaltung unserer Infrastrukturanlagen bei begrenzten Budgets möglich ist. Hierbei kommt einer durchgängigen digitalen Dokumentation eine besondere Bedeutung zu. Sämtliche erhobene Daten können nur dann aussagekräftig genutzt werden, wenn sie in der EDV leicht und fachübergreifend betrachtet und ausgewertet werden können.
Die Anforderungen an die Zustandsbewertung aus kaufmännischer und technischer Sicht unterscheiden sich nicht unwesentlich. Für die Kämmerei reicht ggf. ein einfaches Schulnotensystem aus während die Tiefbauämter anerkannte Verfahren der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswege (FGSV) bevorzugen. Eine fachbereichsübergreifende Betrachtung bringt große Mehrwerte für beide Seiten.
Im Seminar wird aufgezeigt, wie die kaufmännischen und technischen Anforderungen bestmöglich miteinander kombiniert werden können und eine optimierte Instandhaltungsplanung aufgebaut werden kann. Tag 1: Dipl.-Ing. R. Heisterkamp
1. Verfahren zur Straßenzustandserfassung
2. Kaufmännische und technische Anforderungen
3. Möglichkeiten zur Prognose von Straßenzuständen
4. Parameter für eine aussagekräftige Instandhaltungsplanung
5. Aufbau einer optimierten Instandhaltung
Tag 2: Kommunalberatung NRW
1. Anforderungen an eine ordnungsgemäße Inventur
2. betriebswirtschaftliche Besonderheiten im Infrastrukturvermögen (investive-/konsumtive Maßnahmen
3. Berücksichtigung von Förderungen und Zuschüssen (Sonderposten)
4. Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte bei der Instandhaltungsplanung (Buchwerte, Restnutzungsdauern, Aufteilung von Anlagegütern, etc.) Mitarbeiter/innen der Verwaltungen, die mit dem Arbeitsbereich der Betreuung der kommunalen Infrastruktur befasst sind Gebäudemanagement, Mietrecht, Liegenschaften