Im Kontakt mit hilfesuchenden Bürgern geht es häufig darum, von den Betroffenen fundierte Informationen über deren Lebensumstände zu erhalten, um so sichere Grundlagen für Entscheidungen über das weitere Vorgehen der Verwaltung zu schaffen. Dabei ist es für Sachbearbeiter/innen (Persönlichen Ansprechpartner/innen) oft schwierig, Anhaltspunkte dafür zu finden, ob Schilderungen über persönliche Verhältnisse auf Tatsachen beruhen oder bewusst/unbewusst lücken- oder fehlerhaft dargestellt werden. In dem Seminar geht es um Erkenntnisse der Wahrheits- und Aussagepsychologie und darum, wie diese im klärenden Gespräch genutzt werden können. Sie werden sensibilisiert für nonverbale und inhaltliche Hinweise auf wahre oder unrichtige Angaben und erproben spezifische Gesprächsstrategien, die es dem Bürger ermöglichen, Vertrauen zu fassen und ohne Gesichtsverlust Aussagen richtig zu stellen. 1. Grundlagen der Aussage- und Wahrheitspsychologie
2. Vorgehen im Gespräch mit Hilfe des "Strukturierten Interviews"
3. Erkennen von "Wahrheits- und Fantasiesignalen"
4. Möglichkeiten nonverbaler Einflussnahme
5. Formen direkter und indirekter Kommunikation zur Wahrheitsfindung
6. Teilen der "Beweislast" auf alle Beteiligten
7. Rechtliche Grundlagen der Sachverhaltsaufklärung
8. Sonderfälle und -fallen
9. Gelassenheit und Optimismus im Aufklärungsprozess Mitarbeiter/innen der Jobcenter, sowie der Sozial-, Jugend- (Unterhaltsvorschusskassen) und Ausländerämter Persönliche Kompetenzen für Beschäftigte von Jobcentern und sozialen Fachbereichen